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Aufbau von Linearlagern
Linearlager bestehen aus vier Hauptkomponenten.
Die erste Komponente wird Lageraußenhülse genannt. Hierbei handelt es sich um eine Hülse aus einem Metall wie einer Aluminiumlegierung oder Stahl mit zylindrischer Form, die direkt in das Stützgehäuse des Lagers eingebaut wird.
Die nächste Komponente sind die Stahlkugeln. Dabei handelt es sich um Wälzkörper, die in jedem Linearlager vorkommen und in der Regel die am häufigsten verwendeten Wälzkörper sind. Diese Stahlkugeln sind innerhalb des Lagers in einer Reihe angeordnet.
Wälzkörper und Halter
Die nächste Komponente heißt Wälzkörper und Halter heißt Käfig. Diese Komponente ist für den Abstand der Stahlkugeln verantwortlich, sorgt dafür, dass diese nicht aneinanderstoßen, und steuert ihre Bewegung. Diese Komponente kann aus Metall oder technischen Kunststoffen wie POM bestehen. Schließlich ist das Zirkulationssystem der kritischste Teil von Linearlagern. Das System ermöglicht es den Stahlkugeln, sich wiederholt durch eine Lastzone zu bewegen, nachdem sie am Ende eines Gehäuses positioniert wurden. Mithilfe eines Systems von Rücklaufkanälen an jedem Ende des Lagers, die mit Kunststoff oder Metall bedeckt sind, kreisen die Kugeln wiederholt um die Lastzone, um ein lineares Lager zu erzeugen.
Schließlich sind Linearlager auch mit Staubschutz und Dichtungen ausgestattet. Am äußeren Teil der Muffe sind Enddichtungen angebracht. Dies bedeutet, dass an den Enden des Lagers Dichtungen vorhanden sind, sodass kein Staub und Schmutz eindringen kann, während das Fett im Lager verbleibt. Einige Hochleistungslager verfügen über Dichtungen auf der Wälzkörperbahn, die einen doppelten Funktionsschutz bieten.
Häufige Fragen zu Linearlagern (FAQ)
F1: Was ist der Unterschied zwischen einem Linearlager und einer Linearführung?
Obwohl Linearlager kostengünstiger und einfacher zu installieren sind und mit runden Wellen funktionieren, sind sie weniger präzise und anfälliger als Linearführungen. Linearführungen gleiten aufgrund der Verwendung von Kugeln oder Rollen mit quadratischen Schienen präzise und tragfähig entlang einer Schiene und sind somit optimal für anspruchsvolle Maschinen wie Werkzeugmaschinen.
F2: Worauf achten Sie bei einer Welle für ein Linearlager?
Geeignete Wellen müssen eine hohe Härte, eine hohe Oberfläche und eine hohe Geradheit aufweisen, wobei die Wellenhärte etwa HRC 60 oder höher sein muss. Für Linearlager sollten präzisionsgeschliffene Lagerwellen anstelle von Rundstahl oder ungeschliffenen Wellen verwendet werden, die häufig verchromt sind und aus gehärtetem Stahl oder Edelstahl bestehen.
F3: Wie hoch ist die maximale Axiallast, die ein Linearlager aushalten kann?
Linearlager sind nicht für die Aufnahme axialer Belastungen ausgelegt und können daher nicht axial belastet werden. Wenn Axialschub unterstützt werden muss, sollten Durchgangslager integriert werden oder die Linearführung sollte aus denjenigen ausgewählt werden, die für die Kombination ausgelegt sind.
F4: Was ist beim Aufbau mehrerer Linearlager zu beachten?
Stellen Sie sicher, dass die Positionen der Befestigungslöcher für die Lager konzentrisch und parallel sind. Eine Fehlausrichtung führt zu übermäßigem Verschleiß, erhöhtem Widerstand und einer erheblichen Verkürzung der Lebensdauer. Um die Positionstoleranz der Löcher zu kontrollieren, wird die Verwendung einer Präzisionsausrichtungswelle oder eine maschinelle Bearbeitung empfohlen.
F5: Ist für Linearlager eine Schmierung erforderlich?
Ja. Auch wenn viele Lager vorgeschmiert sind, ist die regelmäßige Zugabe von neuem Fett bei einem langen Betrieb, der wahrscheinlich härteren Bedingungen ausgesetzt ist, von entscheidender Bedeutung. Es trägt tatsächlich dazu bei, dass die Lager länger halten. Das Fett muss Lithiumseifenfett oder Harnstofffett sein.



